Nach einer anstrengenden Nacht starten wir mühsam in den Tag. Frühstückessen in der Sonne, mit Blick auf den Lake Tekapo, ist aber echt schön. Heute gibt es auch wieder warme Milch fürs Müsli. Nachdem jeder eine Portion für seine Schüssel hat, stellen wir die restliche Milch für später auf den Boden. Irgendwann hören wir dann ein Schlürfgeräusch und wundern uns woher das kommt. Nun ja, ein Blick auf den Boden verrät, dass sich die Ente an unserer Milch bedient hat. Wir waren uns eh nicht sicher, wer diese am Ende nimmt, nun ist es entschieden.


In den letzten Tagen hatten wir öfter Enten auf den Campingplätzen gesehen, die den Gästen einen Besuch abgestattet hatten. Scheinbar gibt es hier immer gut was zu essen. Auf diesem Campingplatz haben wir aber eher Häschen gesehen. Als ich am Abend vorher abends noch mal auf die Toilette bin, tummelten sich von unserer Tür 3 kleine Hasen. Die sind hier nicht heimisch und wohl eine Plage (die mittlerweile aber unter Kontrolle zu sein scheint), aber wir finden es niedlich.
Wir entscheiden uns gegen eine kleine Wanderung bzw. Schwimmen im See und machen uns nach dem Frühstück direkt auf den Weg zum Lake Wanaka. Wir wollen lieber mehr Zeit vor Ort haben, aber die kurze Fahrt zieht sich. Unterwegs halten wir einfach sehr oft an, u.a. um Pausen und Fotos an Aussichtspunkten zu machen, wie z.B. am Pukakisee mit Blick auf den Mount Cook. Julian kümmert sich derweil um den Kindersitz, dessen Gurte sich ständig verdrehen, und der uns keine Freude bereitet. Irgendwann fahren wir über den Lindis Pass, wo auch 7 vs. Wild gedreht wurde. Man kann zwar nicht viel sehen, aber die Landschaft erinnert in der Tat an die Staffel. Kurz dahinter halten wir an und machen Mittagspause.






Am frühen Nachmittag erreichen wir Wanaka und parken direkt am See. Julian ist so fertig, dass er gleich aufs Bett springt und ein Schläfchen macht. Der Kleine und ich gehen an den Strand, dort ist es zwar super sonnig, aber so windig, dass wir es auch unter dem Baum im Schatten nur kurz aushalten. Zurück am Auto ist Julian wach und ausgeruht, wir machen uns also gemeinsam auf den Weg zum Wanaka Tree. Es ist ein kurzer Spaziergang am See dorthin, den Elias in der Trage auch gut mitmacht. Ich bin etwas enttäuscht von dem wohl meistfotografierten Baum Neuseelands, als ich ihn zunächst erblicke. Als ich dann aber ein Foto mache, erkenne ich die Schönheit des Motivs. Nach diesem Highlight gehen wir zurück, vorbei an unserem Van, in Richtung City und essen dort ein Eis. Es ist nett dort, mit den vielen kleinen Geschäften und der Sonne, die ganz schön knallt. Das merken wir die Tage immer wieder. Obwohl ich mich gut und mehrmals am Tag einreibe, hatte ich schon öfter das Gefühl, ein bisschen Sonnenbrand im Gesicht zu haben. Wenn dann auch noch viel Wind weht, täuscht das darüber hinweg wee stark die Sonne ist. Ist wie an der Ostsee ;-).






Wir schlendern noch etwas herum, machen ein paar Besorgungen und fahren dann zum Einchecken auf den Campingplatz. Heute sind wir früh dran und haben Zeit, daher koche ich Dhal während Julian auf den Kleinen aufpasst. Abends schaffen wir es Elias gegen 21 Uhr ins Bett zu bringen und haben das Gefühl, dass es ihm gut tut. So haben wir auch etwas Zeit für uns am Abend und gehen nach dem ersten Stillen auch rechtzeitig ins Bett. Die Nacht wird dann zum Glück deutlich besser, so dass wir am nächsten Morgen ausgeruht in den Tag starten können.