6.-8. März: Te Anau und Milford Sound

Heute machen wir uns auf den Weg nach Te Anau, von wo aus wir das Fjordland erkunden wollen und wo wir deshalb 3 Nächte bleiben. Der Campingplatz in Te Anau ist auch ein Tasman Holiday Park, so wie der in dem wir diese Nacht verbracht haben, und wir freuen uns drauf. Unser Eindruck ist, dass die Tasman Parks viel kleiner sind als die TOP10 Parks und der Standard der Gemeinschaftsanlagen, insbesondere der Waschräume, viel höher ist.

Auf dem Weg fahren wir einen kleinen Schlenker, um Arrowtown zu besuchen, eine alte Goldgräberstadt, die mit typischen Gebäuden aus dieser Zeit aufwartet, die heute kleine Läden und Cafés beherbergen. Es ist sehr nett durch das kleine Städtchen zu schlendern und etwas von dem Goldgräberfeeling aufzusaugen.

Mittags machen wir Halt am Wakatipusee. In diesem herrscht Tide, d.h. er verändert alle 25 Minuten seine Höhe um 10-20 cm. In einer Legende der Maori heißt es, dass ein Riese am Boden schläft dessen Atem die Schwankungen des Wasserspiegels verursacht.

Te Anau erreichen wir am Nachmittag, haben bis abends noch viel Zeit. Wir entscheiden uns daher Elias zu baden und nutzen dafür das Famielenbadezimmer mit eigener Badewanne für kleine Kinder. Danach stellen wir fest, dass die neuen Feuchttücher die wir gekauft hatten, gar keine sind, sondern Windelmülltüten, daher geht Julian noch mal los und besorgt richtige. Abends packen wir dann alles für die Dampferfahrt in Milford Sound am Folgetag zusammen. Wir haben die Fahrt um 11:45 Uhr gebucht. Von Te Anau sind es noch 2 Stunden bis dorthin, das Unternehmen rät sogar 2,5 Stunden einzuplanen. Außerdem müssen wir vom kostenlosen Parkplatz noch 30-40 Minuten zum Visitor Terminal gehen und dort sollen wir 25 Minuten vorher einchecken. D.h. mindestens 3,5 Stunden vorher losfahren, mit Baby aber noch mehr, denn vermutlich müssen wir noch mal unterwegs stillen. Am Ende stehen wir um 7 Uhr auf, fahren kurz vor halb 8 los und kommen 9:30 Uhr am kostenlosen Parkplatz an. Wir sind froh so früh dran zu sein, denn wenige Minuten später ist er voll. Wir beschließen erst mal richtig zu frühstücken und gehen dann 10:15 Uhr zum Terminal, das wir gegen 10:40 Uhr erreichen. Dort bietet uns die Frau an, bereits die Dampferfahrt um 10:45 Uhr nehmen zu können, was wir machen.

Die fast 2-stündige Dampferfahrt geht schnell vorbei. Sie ist schön, wir sehen viele Wasserfälle und ein paar Robben. Ich bin von der Fahrt allerdings etwas enttäuscht. Es regnet und ist neblig, deshalb entfaltet sich aus meiner Sicht die Schönheit des Fjords nicht so richtig. Im Reiseführer wird von den steil abfallenden Fjordwänden geschwärmt und es heißt, dass sich die Schönheit des Ortes erst bei Regenwetter richtig entfaltet, aber ich denke nur an die Fotos des Fjords, die ich bei schönem Wetter gesehen habe und bin deshalb nicht ganz so begeistert.

In Milford Sound an sich gibt es nicht viel zu sehen, daher machen wir uns nach der Dampferfahrt direkt auf dem Weg zurück zum Auto, mit einem kleinen Umweg um das Ufer noch zu erkunden. Mittlerweile regnet es auch richtig stark und wir sind froh irgendwann im Trockenen zu sein. Unsere Regenkleidung ist zwar toll, gibt aber bei den Wassermassen und der Dauer des Regens langsam auch den Geist auf.

Am Auto angekommen haben wir Hunger und braten uns ein Ei im Van, essen den Salat, den ich am Vorabend zubereitet hatte, und gönnen uns am Ende noch einen  Kaffee/Tee. So lässt es sich leben. Irgendwann als es nicht mehr regnet will Julian mal lüften und macht die Vantür auf. Nach kurzer Zeit schließt er diese wieder, da ganz viele Sandflies hineinströmen und uns gleich stechen. Auf einem der Schilder haben wir gelesen, warum es in Milford Sound so viele davon gibt. Der Legende nach hat ein Gott die Schönheit des Ortes erkannt und befürchtet, dass die Menschen diesen nie wieder verlassen, deshalb hat er die Sandflies geschaffen.

Nach fast 2 Stunden Pause, in denen wir natürlich auch das Baby gefüttert und gestillt haben, fahren wir zurück nach Te Anau.  Die Rückfahrt entschädigt mich für die Dampferfahrt und das Sauwetter am heutigen Tag, denn es klart auf und die Sonne kommt raus. Es ist wohl normal, dass es in Milford Sound deutlich mehr regnet als in Te Anau. Das hat damit zu tun, dass die Wolken dort wegen der hohen Berge zunächst abregnen müssen bevor sie weiterziehen können. Dank des guten Wetters machen daher ein paar kurze Fotostopps auf der Milford Road, einschließlich bei den Mirror Lakes. Es entstehen ein paar nette Fotos.

Zurück in Te Anau grillen wir abends und gehen rechtzeitig ins Bett. Wir schlafen am Tag drauf aus und nutzen ihn als Ruhetag. Wir leeren den Abwassertank des Vans, füllen Frischwasser nach, waschen unsere Kleidung, gehen einkaufen, etc. Und zwischendrin machen wir Sightseeing, besuchen das Fiordland Visitor Centre und das Bird Sanctuary, beides kostenlos. Leider ist nicht so gutes Wetter und es regnet immer wieder. Wir hätten am Vortag noch schnell im See baden gehen sollen, denn heute sind nur 15 Grad, statt gestern 20. Tja, Pech gehabt. Der Tag ist aber auch so schön und wir lade unsere Batterien wieder gut auf.

Fächerschwanz
Südinseltakahe

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