Am Morgen sind wir noch müde als der Wecker um 7:30 Uhr klingelt und kriechen erst eine halbe Stunde später aus den Federn. Nach dem Frühstück besuchen wir noch mal das Wildlife Centre, um den Kiwi zu sehen, da unser Ticket 48 Stunden gilt. Wir haben Glück, denn er ist wach und sehr aktiv, geht hastig auf und ab, und sucht das Unterholz mit seinem spitzen Schnabel ab. Wir beobachten ihn eine ganze Weile, nicht zuletzt auch, weil unsere Augen eine ganze Weile benötigen um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Damit Besucher den sonst nachtaktiven Kiwi tagsüber sehen können, wurde sein Tag-Nacht-Rythmus durch die Beleuchtung (nachts gehen die Lichter an) umgekehrt. Wir lernen bei unserem Besuch u.a. dass der Kiwi der einzige Vogel weltweit ist, der die Nasenlöcher am Ende des Schnabel hat, nicht am Anfang. Wir sehen auch noch mal die Pinguine, die heute sehr agil und am Tauchen sind. Vom Kiwi durften wir leider kein Foto machen, da es seine Augen schädigen wü0ie ihn auswildern wollen.



Danach fahren wir in Richtung Punakaiki, mit mehreren Stopps auf dem Weg. Unsere Route führt an der Westküste entlang, über Hokitika und Greymouth. Im Reiseführer steht, es gäbe in Greymouth absolut nichts zu sehen, daher machen wir unsere Mittagspause in Hokitika, dem Zentrum des Jadehandels. Der Ort liegt direkt an der Tasmanischen See und ist wirklich schön. Wir parken am Strand, wo aus angeschwemmtem Holz Figuren gebaut wurden. Am Strand entlang spazieren wir ins Zentrum, wo wir Fish and Chips essen und einen Jadeshop besuchen. Jade bzw. Pounamu, wie es von den Maori auch genannt wird, wird an der Westküste zwischen Hokitika und Greymouth abgebaut und gibt es hier überall in Form von Ketten, Anhängern, Ohrringen usw. zu kaufen. Wir überlegen ein Andenken mitzunehmen. Preislich ist es für Jade ok hier, obwohl wegen der Tourbusse wohl etwas überteuert, daher kaufen wir am Ende doch nichts.







Nachdem wir Greymouth durchquert haben ohne anzuhalten, da es dort ja nix zu sehen gibt, ist der nächster Stopp unser Campingplatz. Von dort aus gehen wir danach 15 Minuten zu Fuß nach Pancake Rocks. Die Eierkuchenfelsen, wie sie übersetzt heißen, haben ihren Namen daher, dass sie aussehen wie gestapelt Eierkuchen. Am gleichen Ort kann man auch meterhohe Blow Holes sehen, wenn die Wellen stark genug sind, aber während unseres Besuches scheint das nicht der Fall zu sein.







Auf dem Rückweg besucht Julian noch eine Höhle, zusammen mit einer Urlauberin, die dies auch gerade vor hat. Ich bin nicht so scharf darauf durch die dunköe Höhle zu stapfen, warte draußen und passe auf Elias auf, den wir dort eh nicht mitreinnehmen wollen.

Abends machen wir ein schnelles Abendbrot und gehen dann ins Bett, um am nächsten Tag fit zu sein. Dieser führt uns nach Nelson. Der Weg dorthin verläuft nur noch eine kurze Weile an der Westküste und Tasmanischen See entlang, die mich an die Ostsee erinnern. Wir sind etwas traurig diese jetzt zu verlassen, hat sie uns (zugegebenermaßen doch eher mir) so viel Entspannung verschafft. Wir machen ein paar Pausen und mittags Rast an einem idyllisch wirkenden Rastplatz, wo wir im Halbschatten parken und unsere Campingstühle und den Tisch im Gras aufbauen. Nach kurzer Zeit stellen wir aber leider fest, dass sich hier sehr viele Hummeln tummeln und diese es auf unseren weißen Van abgesehen haben. Elias hat auch etwas Angst bekommen und wir dann auch. Obwohl das Wetter super ist, essen wir draußen nur kurz die Würstchen und verbringen dann den längsten Teil der Mittagspause im Van.
Auf unserem Campingplatz in Nelson kommen wir früh an und entscheiden spontan die Zeit zu nutzen um noch einmal zu waschen. Daraus wird dann aber leider eine längere Aktion, da erst die Onlinebezahlung am Waschautomaten kompliziert ist, dann die Waschmaschine kein Waschpulver hat und dann als wir dieses Problem gelöst hatten gar nicht funktioniert. Julian ist auf 180, vor allem, da wir bei der Anmeldung gesagt haben, dass wir waschen wollen. Das Ganze endet damit, dass ich mit dem Van zur Rezeption fahre, um mich zu beschweren und uns Waschmünzen und-pulver zu besorgen damit wir überhaupt noch waschen können. Wenigstens ist die Dame an der Rezeption einsichtig und gibt uns das Waschmittel und eine Waschmünze kostenlos. Dieser Campingplatz ist uns sehr unsympathisch, da er so groß ist und nirgendwo jemand vom Personal in der Nähe ist, den man bei Problemen ansprechen kann. Die Rezeption ist 10-15 Minuten zu Fuß entfernt. Ich finde es außerdem erstaunlich, dass wir so nah am Flughafen sind, quasi in der Einflugschneise, und dies auf der Webseite des Campingplatzes nirgendwo erwähnt ist. Der Campingplatz heißt …Beach Resort…, d.h. man vermutet Strandnähe und damit wirbt er auch. Ich scherze mit Julian und nenne ihn kurzerhand in …Airport Strip Beach Resort…um.
Das Wetter ist toll und wir beschließen den Ärger sofort hinter uns zu lassen und baden zu gehen. Elias wird in seinen hautengen Badeanzug gesteckt, eingerieben und in die Kraxe gesteckt. Wir ziehen unsere Badesachen an und laufen gemeinsam zum Strand. Das Gute ist, dass sich der Campingplatz wirklich direkt am Strand befindet. Außerdem haben wir Glück, da gerade Flut ist. Das Wasser ist auch nicht so kalt, aber von den 32 Grad vom Babyschwimmen doch etwas entfernt. Elias geht daher am Ende nur kurz rein und wird sogleich umgezogen und warm eingepackt. Kurz danach ist er auch schon eingeschlafen, wir haben ihn wohl ganz schön ausgepowert…





Abends kochen wir ein leckeres Ananas-Mango-Hähnchen Curry mit Reis und schaffen wir es endlich mal einen Tee zu trinken bevor wir Elias ins Bett bringen. Danach organisieren wir, wie immer noch etwas. Meist handelt es sich um einen Krippenplatz für Elias, Vorbereitungen für die nächsten Tage oder das Beantworten dringender E-Mails.