20.-21. März: Auckland und Abflug

Am Morgen müssen wir den Van abgabefertig machen und packen. Alle Sachen kommen also zurück in unsere Koffer, der Abwassertank wird geleert, der Frischwassertank aufgefüllt, der letzte Müll entsorgt und recycelt. Mit allem kommen wir erst kurz nach halb 10 los, was für uns spät ist. Auf der Fahrt nach Auckland sehen wir wieder, so wie schon am Tag zuvor, Schilder mit der Aufschrift „No Mining“, „Mining is Toxic“ oder „No Mining in Coromandel“. Als wir später googeln erfahren wir, dass die Regierung wohl ein Gesetz verabschiedet hat, dass bestimmte Projekte als Fast Track erlaubt, also generell von öffentlicher Konsultation und der Einhaltung bestimmter Umweltstandards befreit. Dagegen wehrt sich die Bevölkerung, daher die Schilder.

Auf dem Weg entscheiden wir spontan noch etwas Sightseeing in Auckland zu machen. Um 12:30 Uhr kommen wir in Auckland an, wo wir an der Mission Bay Halt machen. Hätten wir mehr Zeit für Sehenswürdigkeiten gehabt, hätten wir noch mehr unternehmen können, so wird es nur ein gut einstündiger Stopp in der Mission Bay, den uns Chat GPT aufgrund der Kürze der Zeit empfiehlt. Wir kaufen uns etwas zum Mitnehmen in einem Fastfoodrestaurant und essen es auf einer Bank im Schatten. Das tut gut, auch wenn der Döner etwas enttäuschend ist, die Kräuselkartoffeln hauen es raus!

Danach fahren wir ins Hotel in der Nähe vom Flughafen. Wir haben Glück und können schon etwas vorher einchecken. Das machen wir und putzen danach den Van auf dem Hotelparkplatz, denn wir müssen ihn so wie wir ihn bekommen haben auch wieder abgeben. Elias macht das zum Glück ganz gut mit und bei der Übergabe gegen 16 Uhr läuft alles reibungslos, so dass wir den ganzen Nachmittag und Abend noch haben um die Koffer fertigzupacken, Elias und uns zu duschen, Essen zu gehen, Fernsehen zu schauen, etc. Außerdem haben wir ein Zimmer mit 2 Queensizebetten gebucht, so dass wir uns gut erholen können vor den langen Rückflügen. Das tut gut und das Essen im Hotelrestaurant ist auch sehr lecker. Wir lassen den Urlaub Revue passieren und kommen zu dem Schluss, dass unsere übliche Art Urlaub zu machen mit Baby nicht so richtig vereinbar ist. Vielleicht hätten wir nur 10-12 Tage den Urlaub im Van machen sollen, z.B. auf der Südinsel, und danach nach Auckland fliegen sollen, ein Auto mieten sollen und in ein oder zwei Unterkünften bleiben sollen. Vielleicht wäre auch Halbpension gar nicht schlecht gewesen, dann wäre es kaum Aufwand gewesen abends zu essen und man hätte auch früh essen können. Wir verstehen jetzt besser, warum Freunde von uns jahrelang mit ihren Kindern Urlaub in dem selben Resort gemacht haben. Da weiß man, wie es läuft, was man kriegt und hat sicher insgesamt mehr Erholung. Trotzdem wollen wir den Urlaub wie er war nicht missen. Wir sind mit dem Van insgesamt 3500 km gefahren, wie Julian bei Abgabe erfährt. Krass?! Und Elias hat die ganzen Kilometer im Kindersitz verbracht.

Am Flughafen in Auckland kaufe ich noch den Manukahonig, der hier wegen seiner heilenden Wirkung angepriesen wurde. Er wird von den Bienen über dir Manukapflanze gewonnen, die wohl nur kurze Zeit im Jahr blüht, daher ist er auch nicht ganz billig.

Der Rückflug wird dann sehr hart. In Kuala Lumpur fehlt unser Kinderwagen beim Ausstieg und wir müssen ganz schön Stunk machen, um ihn zu bekommen. Zum Glück haben wir das gemacht, denn in Genf angekommen, merken wir, dass die Kraxe fehlt und wohl noch in Kuala Lumpur rumsteht. Wenn das auch mit dem Kinderwagen so gekommen wäre, wäre das echt ärgerlich gewesen. Witzig ist auch, dass die Dame vom Bodenpersonal von Turkish Airlines in Istanbul nett sein will und daher unsere Plätze auf einen Fensterplatz umbucht. Als wir wenig später im Flugzeug sind, fehlt allerdings in unserer Reihe das Fenster. Naja, sie hat es gut gemeint und wir nehmen es mit Humor. Am Ende kommen wir 36 Stunden nach Abreise und 3 Flügen, davon 2 mit über 10 Stunden, ganz schön platt in Genf an und sind froh wieder zu Hause zu sein.

Fensterplatz

Was bleibt zu sagen oder was wurde noch nicht gesagt? Es war sehr schön in Neuseeland. Wir haben viele Hasen und Hermeline gesehen. Letztere wurden eingeführt um die Kaninchenplage zu lösen, fanden dann aber Vögel leckerer, so hatte man dann eine weitere invasive Art. In unserem Reiseführer heißt es, dass jeder Besucher Neuseelands ein Hermelin sieht, und wenn auch nur überfahren auf der Straße. In dem Fall haben wir auch sehr viele gesehen. Der Regenwald an der Westküste hat uns sehr gut gefallen. Man sieht sonst kaum Orte an denen er so weit an die Küste heranreicht wie dort. Der Gruyerekäse scheint in Neuseeland als Marke nicht geschützt zu sein, jedenfalls hatte das Stück Käse, das wir unter dem Namen gekauft hatten, eher etwas mit Maasdamer gemein als mit Gruyere. Wir haben viele Orte in Neuseeland nicht sehen können, z.B. die Hauptstadt Wellington und einige Teile der Nord- und Südinsel. Wer weiß, vielleicht kommen wir irgendwann mit Elias nochmal her, wenn er dann größer ist.