9.-10. März: Lake Hawea und Franz Josef Glacier

Wir sind auf dem Weg zum Franz Josef Gletscher. Chat GPT wollte, dass wir die gut 500 km an einem Stück durchfahren, was ca. 7 Stunden ohne Pause wären. Mit Baby hätten wir aber viel öfter anhalten müssen, daher haben wir uns dagegen entschieden und einen Stopp am Lake Hawea eingebaut. Darüber sind wir froh. So müssen wir nicht hetzen, können öfter anhalten und hier und da mal einen Spaziergang machen. Das wäre sonst nicht möglich gewesen. Wir gehen soweit zu sagen, dass wir die Strecke mit Baby an einen Tag nicht geschafft hätten, auch nicht, wenn man früh losgefahren wäre.

Bis zum Lake Hawea kennen wir die Strecke ja schon, bis auf das letzte kleine Stück. Wir sind vom Lake Wanaka aus schon einmal so gefahren, und der Lake Hawea liegt direkt neben dem Lake Wanaka. Anders als auf dem Hinweg entscheiden wir uns aber in Queenstown Halt zu machen, der Abenteuerstadt. Hier kann man Kajak fahren, Raften, Bungeejumpen und vieles mehr. Mit Baby ist das alles nichts für uns, aber es ist trotzdem nett in der Innenstadt und am Hafen herumzulaufen und etwas von dem Flair aufzusaugen. Das Wetter tut sein Übriges. Wir essen auch gut Mittag, in einem karibischen Restaurant, und gönnen uns danach Patagoniaeis. Nach beidem sagen wir, dass uns ein Gericht bzw. eine Kugel gereicht hätten, aber lecker war es!

Die Fahrt ist wieder mal wunderschön und wir sind beeindruckt von der hübschen Landschaft. Wir sehen auch wieder viele Schafe und Rinder auf dem Weg und gewinnen den Eindruck, dass Landwirtschaft in Neuseeland einfach viel größer betrieben wird als bei uns. Wir halten öfter an, u.a. auch direkt am Wanaka Lake, wo wir unsere Stühle herausnehmen und direkt am Ufer des Sees eine Stillpause einlegen. Die Sonne tut gut, vor allem nach dem Regentag am Vortag. Als wir abends auf dem Campingplatz am Lake Hawea ankommen, sind wir allerdings nicht so begeistert. Unser Stellplatz liegt sehr weit von den Toiletten weg und der Campingplatz ist nicht sehr modern, die Anlagen in die Jahre gekommen. Das einzig nette ist die Lage direkt am Wasser und der Seeblick. Da wir noch voll von der Völlerei in Queenstown sind, essen wir abends nur etwas Brot und gehen dann ins Bett. Elias wacht nach dem Stillen um 20 Uhr zwar noch mal auf und ist dann länger wach, er ist aber ganz lieb und so lassen wir ihn machen. Es ist ja auch für ihn Urlaub.

Am nächsten Morgen essen wir nur ein paar Kekse zum Frühstück und starten früh in den Tag, da wir ca. 4 Stunden zum Franz Josef Gletscher fahren müssen. Wir wollen lieber etwas mehr Puffer und Zeit unterwegs haben. Mittagspause machen wir bei Ankunft an der Westküste, direkt am Strand. Es ist schön bei Sonne im Sand zu liegen und Elias scheint es auch zu gefallen. Wir sind uns einig, dass das bisher der schönste Tag in Neuseeland war. Auf dem Rückweg zum Auto laufe ich noch durch das Wasser am Strand entlang. Es fühlt sich gar nicht so kalt an und ich kann mir vorstellen, darin die Tage noch mal zu baden.

In Franz Josef angekommen, machen wir zunächst den Gletscherspaziergang. Der soll 30 Minuten gehen, aber nach 10 Minuten ist Schluss. Aus Sicherheitsgründen ist der Weg gesperrt, denn der Fluss hat seinen Lauf geändert dodthin wo der Wanderweg war. Wir sind enttäuscht und bereuen es am Fox Glacier, ein paar Kilometer vorher, den Gletscherspaziergang nicht gemacht zu haben. Also gehen wir den Weg zurück Richtung Parkplatz und machen den Sentinel Walk, der nur 20 Minuten gehen soll. Er entschädigt uns etwas für de  kurzen Gletscherspaziergang, da es gut hochgeht und der Ausblick sich lohnt, auch, wenn auch dieser Weg nur kurz ist.

Danach machen wir uns auf ins Wildlife Centre, um einen Kiwi zu sehen. Wir haben Pech, er verkriecht sich schon sehr früh und kommt nicht mehr raus. Da unser Ticket 48 Stunden gilt, wollen wir es am Folgetag morgens noch einmal probieren. Wir hoffen, wir haben dann mehr Glück. Immerhin machen wir Bekanntschaft mit dem Zwergpinguin, der kleinsten Pinguinart. Verletzte Tiere finden hier ein Zuhause und werden aufgepeppelt.

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