13. Abel Tasman National Park

Es ist Freitag, der 13. und das Wetter leider schlecht. Es ist bedeckt und wir werden am Morgen als wir aus dem Van steigen von einem fiesen Nieselregen begrüßt, der mehr oder weniger den ganzen Tag anhält. Trotzdem machen wir uns mit dem Wassertaxi auf den Weg in den Abel Tasman Nationalpark. Wir hatten das Taxi erst am Vortag gebucht, da hatten wir gewusst, dass es etwas regnen könnte, aber so schlecht haben wir es dann doch nicht erwartet.

Von Nelson aus fahren wir zunächst mit dem Van ca. 1 Stunde nach Marahau, von wo aus unser Wassertaxi abfährt. Wir melden uns nach Ankunft im Büro an und steigen vor Ort in das Boot, das sich auf einem Anhänger befindet, der von einem Trekker gezogen wird. Dieser fährt uns dann zum Strand und lässt uns ins Wasser, da Ebbe ist. Sehr interessant, dass Trekker hier dafür benutzt werden. Haben wir woanders so noch nicht gesehen.

Wir bekommen alle Schwimmwesten, auch Elias. Er macht die Überfahrten gut mit, nickt irgendwann sogar ein. Ich übernehme kurz das Steuer als der Skipper draußen die Scheibe putzen muss.

Im Nationalpark angekommen kann das Boot uns in der Torrent Bay nicht direkt am Strand absetzen, da es sehr flach ist und den Motor nicht weit genug absenken kann. Wir ziehen daher zunächst unsere Schuhe aus und krempeln die Hose etwas hoch, müssen dann aber sogar unsere Hose ausziehen, um trockenen Fußes an Land zu kommen, da es doch etwas tiefer ist und das Boot nicht näher heranfahren kann. Was für ein Abenteuer.

Danach müssen wir uns erst mal um Elias kümmern, der Hunger hat. Im Regen wird er gefüttert und gestillt, danach baut Julian mit der Turkish Airlines Transporttüte für unseren Kinderwagen einen improvisierten Regenschutz für Elias. Am Ende beginnen wir unsere Wanderung erst eine Dreiviertelstunde später, da wir unsere Schuhe und Klamotten auch wieder anziehen mussten, um sie danach gleich wieder auszuziehen. Julian hat schon Angst, dass die Flut kommt als wir es endlich losschaffen.

Die kurze Wanderung von der Torrent Bay zu Anchorage kann man nur bei Ebbe machen. Es ist meine allererste Wattwanderung und sie ist wunderschön. Wir stapfen in unseren Wasserschuhen durch den nassen Sand, entlang der hohen Pfeiler, die den Wanderweg markieren. Überall liegen Muscheln und es sind ganz kleine Krebse zu sehen. Allerdings bewegen die sich so schnell, dass man sie nicht fotografieren kann. Elias macht alles gut mit und schläft nach anfänglicher Begeisterung in der Kraxe ein.

Neuseeländischer Austernfischer

In Anchorage angekommen machen wir am gelb schimmernden Strand Mittagspause. Es nieselt noch etwas, aber das ist nicht weiter schlimm. Die Bucht ist wirklich schön, sogar bei schlechten Wetter. Wie schön muss es hier sein bei Sonnenschein? Danach wandern wir auf die andere Seite der Insel, in die Te Pukatea Bucht. Diese ist auch eine Augenweide und wir sind etwas traurig, dass heute kein Badewetter ist, so wie noch am Vortag, denn diese Bucht ist dafür mehr als geeignet.

Zurück in Anchorage, holt uns das Boot sogar schon etwas früher ab als gedacht. Wir legen wieder Schwimmwesten an und können diesmal in Marahau mit dem Boot bis an die Rampe fahren, da Flut ist. Mit dem Bus geht es diesmal zurück zum Büro. Es war ein sehr schöner Tag und wir sind ganz schön platt abends, haben das Gefühl fast einen kleinen Sonnenstich zu haben. Wir schwärmen immer noch von der Schönheit des Nationalparks, der auf jeden Fall einen Besuch wert war.

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