4. März: Lake Tekapo

Am Morgen dauert es eine Weile bis wir loskommen. Wir sind noch nicht eingespielt und Julian verbringt einige Zeit damit zu überlegen, wie wir alles sinnvoll verstauen können. Zum Glück sind sie auf dem Campingplatz flexibel und erlauben auch bis 11 Uhr auszuchecken. Eigentlich ist 10 Uhr Standard. Danach fahren wir noch mal an den Strand etwas weiter südlich bei Christchurch. Elias nehmen wir in die Manduca und tragen ihn auf dem Rücken. So spazieren wir ein bisschen am Strand entlang, machen noch ein paar kleinere Besorgungen und fahren dann zum Lake Tekapo. Von Christchurch kriegen zir nur einen kleinen Eindruck. U.a. bleibt hängen, dass 2011 ein Erdbeben die Stadt erschütterte, infolgedessen viele Häuser neu gebaut wurden, weshalb man wenig alte Bauten sieht.

Wir kommen mit dem Van gar nicht so gut voran, haben das Gefühl ständig anzuhalten. Mal, weil wir einen Fotostopp machen, mal weil Elias gefüttert bzw. gestillt werden muss, mal, weil wir Hunger haben bzw. ich Lust auf Kaffee habe. Irgendetwas findet sich immer. Die Zeit haben wir aber eingeplant, insofern kein Problem.

In Lake Tekapo angekommen, checken wir auf dem Campingplatz ein, der direkt am See liegt. Von dort aus spazieren wir ins Zentrum, essen abends etwas und gehen dann im Dunkeln zurück. Elias schläft dabei fast die ganze Zeit. So schön der Abend war, so schlecht wird dann die Nacht. Elias will ewig nicht einschlafen und lässt sich nicht von der Brust abstöpseln, sogar Julians Wippen hilft nur kurz, da sein Schlaf so leicht ist. Zu allem Überfluss geht der Alarm in unserem Van mehrmals die Nacht an als wir rausgehen und so richtig verstehen wir nicht was wir dagegen machen können. Am nächsten Morgen sind wir ganz schön platt, aber die Reise geht weiter…

2.-3. März: Abschied aus Singapur und Ankunft in Neuseeland

Heute ist schon unser letzter Tag in Singapur. Die Zeit ist wie im Flug vergangen. Ich werde schon sehr früh wach, nicht zuletzt vom Stillen, daher stehe ich irgendwann auf und frühstücke um kurz nach 7 Uhr mit Anne, die heute früh zur Arbeit muss. Meine Stimme, die gestern Abend fast komplett weg war, ist dank des heilenden Ingwertees vom Vorabend zum Glück wieder zurück.

Unser Flug geht erst abends um 19:50 Uhr. Den Morgen gehen wir daher ruhig an, packen alles zusammen, machen uns fertig und spazieren dann noch ein bisschen in der Wohnanlage von Anne und Vin herum. Mittag essen wir zu Hause mit dem Vater von Vin und plaudern ein bisschen. Plötzlich ist Anne schon wieder zurück und es ist Zeit Nico von der Schule abzuholen, was wir heute alle gemeinsam machen. Er freut sich sehr und es entsteht ein nettes Selfie in der Schule.

Zum Glück schaffen wir es noch trocken zurück nach Hause, doch als wir gerade mit dem Fahrstuhl nach oben fahren, fängt es an zu donnern und zu regnen. Kurzerhand sagen wir den Besuch der Rooftop Terrace ab. Nach einem Kaffee bestellen wir dann über die App, mit Annes Hilfe, unser Taxi. Wegen des Regens haben wir lieber etwas früher angefangen und sind froh, dass am Ende unser ganzes Gepäck in das kleine bestellte Taxi passt. Wir mussten auch ein bisschen puzzeln, aber es hat gepasst. Unten am Gebäudeausgang verabschieden wir uns von Anne und Nico. Vin hatten wir schon am Morgen Tschüß gesagt. Dann geht es los. Wir sind fast 3 Stunden früher am Flughafen, also sehr früh, aber am Ende ist das ganz gut. Ich finde meine Halstabletten nicht mehr, also haben wir Zeit um in der Apotheke in Terminal 3 Ersatz zu kaufen. Außerdem können wir noch Abend essen bevor wir ins Flugzeug steigen. U.a. Essen wir Dosa, das wir am Vortag zum ersten Mal probiert hatten.

Der Flug nach Christchurch ist dann schwierig. Obwohl im Vergleich zum Flug von Istanbul nach Singapur gleich lang, kommt er uns sehr kurz vor, gleichzeitig kriegen wir kaum Schlaf. Wir haben Pech, dass der Kleine kurz nachdem er gerade eingeschlafen war wegen Turbulenzen wieder aus dem Babybassinet genommen werden musste und dabei aufwacht. Außerdem bietet einer unserer Sitzplätze keinen Platz für die Beine, da diese im Flur stehen, wo die Leute ständig vorbeigehen und einen entweder streichen oder schlimmer auf den Fuß treten. Das Ergebnis ist das Gleiche: Man wacht jedes Mal auf und bekommt keinen Schlaf.

In Christchurch angekommen, verpassen wir gerade unser Shuttle und müssen aufs nächste knapp 1 Stunde später warten. Pech gehabt. Aber die Zeit vergeht schnell mit Windeln wechseln, Kaffee trinken, etc. Als wir in der Ausleihstation ankommen sind wir zwar relativ schnell dran, müssen dann aber fast 1,5 Stunden warten bis eine Person, die uns den Wagen übergeben kann, Zeit hat. Es ist wohl gerade viel los. Immerhin gibt es kostenlos Kaffee und Tee und die Leute, die auch warten müssen, sind nett, so unterhalten wir uns wenigstens gut.

Nach der Übergabe des Campervans fahren wir einkaufen und dann direkt in den Holiday Park. Wir sind total fertig, trotzdem machen wir noch einen Spaziergang zum Strand, da die Sonne so schön scheint. Wir probieren zum ersten Mal die Babytrage aus, die wir von Freunden geschenkt bekommen haben, und sind begeistert. Eigentlich soll man die erst ab 8 Monaten verwenden, aber wir haben Elias vor der Abreise reingesetzt und sehen bei unserem eher kurzen Nutzungsverhalten keinen Grund, der dagegen spricht. Außerdem kochen wir abends noch Nudeln im Campervan, um zu testen ob alles funktioniert. Morgen könnten wir sonst noch einmal den Wagen tauschen, solange wir noch in der Nähe sind. Dann geht es ins Bett und wir können endlich schlafen.